Eine Einordnung für Geschäftsführung, Verkaufsleitung und Einkauf in Häusern mit mehreren Standorten. Geschrieben aus Gesprächen mit Vertragshändlern und aus dem, was wir selbst umgesetzt haben.
Künstliche Intelligenz wirkt im Autohaus dort, wo täglich viele gleichartige Vorgänge anfallen und die nötigen Daten schon im System stehen. Fahrzeuge anlegen und online setzen, Anfragen sortieren und zuordnen, Freitexte auswertbar machen, Berichte erzeugen. Sie ersetzt keinen Verkäufer und keine Entscheidung. Der Engpass ist in den meisten Häusern nicht das Modell, sondern die Frage, welches System für welche Angabe führend ist.
Alles Weitere auf dieser Seite: die Einsatzbereiche im Einzelnen, was der Hersteller längst selbst abdeckt, die Grenzen, der rechtliche Rahmen, Kosten und Einführung, und woran Sie einen brauchbaren Anbieter erkennen.
Diese vier Felder kommen in Gesprächen mit Händlergruppen am häufigsten vor. Sie eint, dass die Aufgabe wiederkehrt, das Ergebnis überprüfbar bleibt und ein Fehler niemanden Kopf und Kragen kostet.
Wer Fahrzeuge einstellt, kennt den Ablauf: bebildern, Kilometerstand nachtragen, Beschreibung schreiben, Preisschild drucken, online setzen. In den Häusern, mit denen wir gesprochen haben, geht dafür ein guter Teil des Arbeitstages drauf, und zwar bei Leuten, die nebenher die eingehenden Anfragen bearbeiten. Die Beschreibung entsteht aus den Daten, die ohnehin im System stehen. Vor der Veröffentlichung lässt sich prüfen, was erfahrungsgemäß schiefgeht: Bilder, die nicht zum aktuellen Zustand passen, fehlende Pflichtangaben, ein Fahrzeug ohne Bilder.
Fahrzeugdaten und Bilder müssen maschinell erreichbar und eindeutig einem Fahrzeug zugeordnet sein.
Anfragen aus Börsen, Website und Telefonnotizen laufen an einer Stelle zusammen und werden nach Anliegen, Fahrzeugbezug und Zuständigkeit einsortiert. Die Zuordnung bleibt sichtbar und korrigierbar. Der Nutzen liegt weniger in der Geschwindigkeit als darin, dass keine Anfrage ohne Zuständigen liegen bleibt und die Verkaufsleitung sieht, wo etwas hängt.
Ein gemeinsamer Eingang für die Kanäle, die zusammengeführt werden sollen.
Absagegründe, Gesprächsnotizen und Kommentare stehen als Fließtext im System und werden deshalb nie ausgewertet. Sie lassen sich zu wiederkehrenden Kategorien verdichten. Danach ist sichtbar, an welcher Stelle im Verkaufsprozess Interessenten abspringen und ob das an einem Standort, einem Team oder am Preis liegt.
Genug erfasste Vorgänge, damit Muster überhaupt erkennbar werden.
Standtage, Umschlag und offene Vorgänge stehen je nach Marke in verschiedenen Systemen. Zusammengeführt sieht die Geschäftsführung ohne wiederkehrende Excel-Arbeit, wo Fahrzeuge zu lange stehen und wo nachgesteuert werden muss. Die Zahlen bleiben bis zum einzelnen Vorgang nachvollziehbar. Sonst ist der Bericht bei der ersten Rückfrage wertlos.
Geklärt, welches System für welche Kennzahl führend ist.
Die Hersteller haben in den letzten Jahren erheblich nachgelegt. Aufgaben, für die früher drei Systeme und mehrere Eingaben nötig waren, laufen heute in einer Maske zusammen. Wer dafür eine Zusatzlösung kauft, zahlt für etwas, das er bereits hat.
Deshalb ist die erste Frage in unseren Gesprächen nie, was möglich wäre, sondern was Ihr vorhandenes System heute schon abdeckt. In mehreren Häusern war die ehrliche Antwort auf einzelne Wünsche: Dafür braucht ihr uns nicht. Das kostet uns ein Projekt und erspart Ihnen eine Fehlinvestition.
Interessant wird es an den Stellen, die kein Hersteller abdeckt, weil sie markenübergreifend sind oder zu speziell für Ihr Haus. Ein Bestand über mehrere Marken hinweg. Ein Einkauf, der Angebotslisten gegen den eigenen Absatz prüft. Auswertungen, die Ihre Geschäftsführung so und nicht anders sehen will.
Diese Punkte sprechen wir früh an, weil sie sonst nach der Einführung als Enttäuschung zurückkommen.
Wenn ein Rückruf nie angelegt wird, kann auch kein Modell nachhalten, ob er erledigt wurde. Automatisierung setzt auf einem Ablauf auf, sie erzeugt ihn nicht.
Die Anbindung an Ihre Systeme bleibt klassische Integrationsarbeit. Das ist der Aufwand, den Häuser regelmäßig unterschätzen. Erschwerend kommt hinzu, dass bei Problemen zwischen zwei Systemen erfahrungsgemäß jede Seite auf die andere zeigt.
Ein Vorschlag zum Einkaufspreis bleibt ein Vorschlag. Ein Einkäufer hat es uns treffend gesagt: Ohne eigenes Wissen kann ein Tool alles Mögliche behaupten, und es klingt plausibel. Wer bewertet, muss den Markt selbst kennen. Die Software beschleunigt die Vorarbeit, sie zeichnet nicht.
Jede eingeführte Lösung braucht jemanden im Haus, der sie verantwortet. Fehlt diese Person, schläft das Werkzeug innerhalb weniger Monate ein, unabhängig von seiner Qualität.
Ein Ablauf, der von Hand nicht funktioniert, funktioniert automatisiert schneller nicht. Wo Zuständigkeiten unklar sind, muss das vorher geklärt werden. Das ist unbequem, weil es selten an der Technik liegt.
Größere Gruppen führen selten ein einziges System. Neben dem Herstellersystem stehen je nach Marke ein zweites und drittes DMS im Haus, dazu ein Verkaufssystem, ein Retailer-CRM und eine Reihe gewachsener Excel-Dateien. Dieselbe Angabe liegt dadurch mehrfach vor, in unterschiedlichem Stand.
Für ein KI-Projekt ist das die entscheidende Größe. Ein Modell, das einen Fahrzeugstatus zusammenfassen soll, ist nur so verlässlich wie die Quelle, aus der es liest. Steht der Status in drei Systemen unterschiedlich, kommt eine sauber formulierte falsche Auskunft heraus. Und die ist gefährlicher als gar keine, weil sie plausibel klingt. Wer den Vorgang nicht selbst kennt, merkt den Fehler nicht.
Deshalb klären wir vor jeder Umsetzung, welches System für welche Angabe führend ist. Das ist unspektakuläre Arbeit und kostet Zeit. Sie entscheidet aber darüber, ob am Ende jemand dem Ergebnis traut. Wer diesen Schritt überspringt, landet bei einem Piloten, den nach drei Monaten niemand mehr öffnet.
Daran hängt auch der zweite Punkt, den Häuser unterschätzen: Ein Ergebnis, das man jedes Mal nachkontrolliert, spart keine Zeit. Wir haben Verkäufer erlebt, die Bilder von Hand hochgeladen haben, obwohl der Weg automatisch lief. Nicht aus Sturheit, sondern weil einmal ein Fahrzeug durchgerutscht war. Wer Vertrauen einmal verliert, holt es mit Technik nicht zurück.
Drei Fragen kommen in jedem Erstgespräch. Wo liegen die Daten. Was passiert mit Kundendaten, die in ein Modell gehen. Und was sagt der Betriebsrat dazu.
Zum Ersten: Wir entwickeln und hosten in Deutschland. Für jedes Projekt regeln wir die Auftragsverarbeitung schriftlich, mit Rollen und Zugriffsrechten. Wenn ein Sprachmodell eines Anbieters im Spiel ist, sagen wir Ihnen, welches, wo es läuft und was dorthin übertragen wird. Personenbezogene Daten lassen sich in vielen Abläufen vorher entfernen, weil das Modell den Namen des Kunden für seine Aufgabe gar nicht braucht.
Zum Zweiten: Der EU AI Act ordnet Anwendungen nach Risiko. Die Fälle, um die es im Autohaus üblicherweise geht, also Texte erzeugen, Vorgänge sortieren und Zusammenfassungen erstellen, fallen nicht in die Hochrisiko-Kategorie. Es bleiben Transparenzpflichten. Menschen müssen erkennen können, wann sie mit einem System sprechen und wann ein Ergebnis maschinell entstanden ist. Anders liegt es, sobald Software Menschen bewertet oder über sie entscheidet. Wo eine Einordnung unklar ist, klären wir sie mit Ihrer Rechtsabteilung, statt sie zu behaupten.
Zum Dritten: Sobald eine Anwendung geeignet ist, Leistung oder Verhalten von Mitarbeitern zu überwachen, hat der Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht. Das gilt schneller, als viele erwarten. Eine Auswertung, die Nachfassquoten je Verkäufer zeigt, fällt darunter. Wir empfehlen, den Betriebsrat vor der Umsetzung einzubinden und nicht danach. Das kostet zwei Termine und erspart eine Betriebsvereinbarung unter Zeitdruck.
Wir nennen hier bewusst keine Pauschalpreise. Was ein Modul kostet, hängt an der Zahl der Schnittstellen und am Zustand der Daten. Beides sehen wir erst, wenn wir im Haus waren. Jede Zahl davor wäre geraten, und geratene Zahlen fallen später auf beide Seiten zurück.
Was wir sagen können: Kosten entstehen an drei Stellen. Die Anbindung an Ihre Systeme ist der größte Posten und fällt einmal an. Der Betrieb läuft monatlich, inklusive der Kosten für das Modell selbst, die bei den heute üblichen Mengen selten der Treiber sind. Und Ihre eigene Zeit, die niemand in die Rechnung schreibt und die trotzdem anfällt, weil ohne Ihre Leute keine Lösung entsteht, die zu Ihrem Ablauf passt.
Wir sehen uns den Ablauf vor Ort an und sprechen mit den Leuten, die täglich damit arbeiten. Ergebnis ist eine Einschätzung, welcher Ablauf sich eignet, was dafür nötig ist und was er kosten wird.
Statt eines Programms über alle Bereiche beginnen wir mit einem Ablauf, dessen Nutzen sich messen lässt. Ein klar abgegrenztes Modul kann meist innerhalb weniger Wochen laufen.
Nach dem Start bleiben wir Ansprechpartner. Ob ein zweiter Bereich folgt, entscheidet sich daran, ob der erste im Alltag wirklich genutzt wird.
Diese Liste hilft Ihnen auch dann, wenn Sie sich am Ende gegen uns entscheiden.
Ein Satz, den wir von einem Serviceleiter gehört haben, beschreibt es besser als jede Checkliste. Er hatte einen Entwickler getroffen, der das Autohaus verstanden hatte, und war überrascht, weil die meisten in Bits und Bytes reden. Genau da entscheidet sich, ob ein Projekt funktioniert. Nicht an der Technik.
Sie nimmt wiederkehrende Schreib- und Sortierarbeit ab. Fahrzeuge anlegen und online setzen, Anfragen zuordnen, Freitexte auswertbar machen, Kennzahlen zusammenführen. Der Effekt ist dort am größten, wo die Aufgabe täglich anfällt und heute von Hand erledigt wird.
Das hängt vom Ablauf und den nötigen Schnittstellen ab. Der einmalige Anbindungsaufwand ist meist der größte Posten, der laufende Betrieb der kleinere. Pauschalpreise wären an dieser Stelle geraten. Nach der Potenzialanalyse erhalten Sie ein verbindliches Angebot.
Nein. Wir binden unsere Lösungen an vorhandene Systeme an, auch wenn im Haus mehrere parallel laufen. Welche Schnittstelle sinnvoll ist und was das Herstellersystem schon abdeckt, klären wir zu Beginn mit Ihrer IT.
Ein klar abgegrenztes erstes Modul kann meist innerhalb weniger Wochen laufen. Den Zeitplan legen wir nach der Potenzialanalyse fest, weil er stark an der Zahl der Schnittstellen hängt und daran, wie schnell wir Zugänge bekommen.
Wir entwickeln und hosten in Deutschland. Auftragsverarbeitung, Rollen und Zugriffsrechte dokumentieren wir je Projekt. Wenn ein Sprachmodell beteiligt ist, sagen wir Ihnen, welches und wo es läuft. In vielen Abläufen lassen sich personenbezogene Daten vorher entfernen.
Sobald eine Anwendung geeignet ist, Leistung oder Verhalten von Mitarbeitern zu überwachen, besteht ein Mitbestimmungsrecht. Das trifft schneller zu als gedacht, etwa bei Auswertungen je Verkäufer. Wir empfehlen, den Betriebsrat vor der Umsetzung einzubinden.
In den Abläufen, um die es hier geht, fällt Tipp- und Sucharbeit weg, nicht die Aufgabe. Wer heute einen halben Tag Fahrzeuge einstellt, hat danach mehr Zeit für Anfragen. Wo ein Haus tatsächlich Stellen abbauen will, sollte es das offen sagen, weil die Einführung sonst am Widerstand der eigenen Leute scheitert.
Ein Chatbot beantwortet Fragen im Dialogfenster. Ein Agent führt Schritte in Ihren Systemen aus: Er legt einen Vorgang an, ordnet ihn zu und stößt den nächsten Schritt an. Für Händlergruppen ist meist das Zweite interessant, weil das Problem selten im Beantworten liegt, sondern im Nachhalten.
Ja. Ein Sprachmodell formuliert auch dann sauber, wenn die Grundlage falsch ist. Deshalb setzen wir es nur dort ein, wo sich ein Ergebnis überprüfen lässt, und zeigen an, worauf eine Aussage beruht. Für Entscheidungen mit Geldwirkung bleibt die Freigabe bei einer Person.
Oft ja, und dann sagen wir das auch. Die Hersteller haben in den letzten Jahren viel zusammengeführt. Sinnvoll wird eine eigene Lösung meist dort, wo es markenübergreifend wird oder wo Ihr Haus etwas anders macht als vorgesehen.
Für Vertragshändler und Gruppen mit mehreren Standorten und gewachsener Systemlandschaft. Für Einzelbetriebe mit einem System und wenigen Mitarbeitern ist unser Vorgehen in der Regel zu aufwendig. Dann sagen wir Ihnen das im ersten Gespräch.
Mit dem Ablauf, der heute am meisten Handarbeit macht und dessen Daten bereits im System stehen. In vielen Häusern ist das die Fahrzeuganlage. Welcher es bei Ihnen ist, lässt sich in einem Gespräch schnell eingrenzen.
Vor der Umsetzung legen wir gemeinsam fest, woran der Nutzen gemessen wird. Bleibt der Effekt aus, sprechen wir das offen an und passen das Vorgehen an. Ihre Daten bleiben Ihre Daten, Export und Übergabe stehen im Vertrag.
Eine Person aus dem betroffenen Bereich, die den Ablauf wirklich kennt, und jemand aus der IT für die Zugänge. Ohne die erste entsteht eine Lösung am Alltag vorbei. Der Zeitaufwand liegt in der Anfangsphase bei wenigen Stunden pro Woche.
Melina Ribitzki war sieben Jahre im Mercedes-Benz Vertriebsnetz tätig und kennt die Abläufe im Vertragshandel aus eigener Erfahrung. Metehan Kartal entwickelt seit über fünf Jahren Software für den Fahrzeughandel, darunter einen europaweiten Marktplatz für Elektrofahrzeuge sowie CRM- und KI-Lösungen für Händler.
Diese Seite gibt wieder, was wir in Gesprächen mit Händlergruppen gehört und selbst umgesetzt haben. Sie enthält keine geschätzten Einsparungsquoten. Wo uns Zahlen fehlen, nennen wir keine.
Wir sehen uns den Ablauf an und sagen Ihnen auch dann ehrlich, wenn sich Software an dieser Stelle nicht rechnet.
Das Erstgespräch ist kostenlos und dauert etwa 30 Minuten.